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| Auf die Plätze, fertig, wühlen! |
Das Projekt „WELTWEIT WICHTELN“ wurde von drei Organisationen (ZEB, Evangelisches Missionswerk, GEPA) ins Leben gerufen. Es basiert auf dem Grundgedanken, dass sich Kinder aus verschiedenen Nationen durch selbst gestaltete Handpuppen auf gleicher Ebene begegnen können. Dazu verteilten wir Leinen-Handpuppen an die teilnehmenden Kinder in Deutschland und packten die Puppen für die indischen Kinder in unsere Rucksäcke. Während die Schüler in Deutschland ganze Arbeit leisteten und ihre Puppen z.B. in Fußballstars oder Pipi Langstrumpf verwandelten, ließen auch unsere Schüler/innen hier ihrer Kreativität freien Lauf.
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| Hochkonzetriert beim Nähen |
Doch um diese Aktion überhaupt in Indien durchführen zu können, musste noch einiges vorbereitet werden. Wir fuhren für einen Nachmittag nach Tiruvannamalai und klapperten sämtliche Näher ab, um deren Stoffreste einzusammeln. Mit 5 Taschen voller bunter Stoffreste kamen wir, ohne einen Cent dafür bezahlt zu haben, schließlich zurück nach Pavitram. Andere Nähutensilien wie Nadel und Faden, Glöckchen, Knöpfe und Stoffbänder hatten wir bereits auf dem großen Nähbazar in Madurai eingekauft und so konnte die Aktion beginnen.
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| Dhivya mit ihrer Puppe |
Wir nähten einen ganzen Vormittag mit unseren beiden 6.Klassen, d.h. 90 Mädchen aus der Girls School. Da uns natürlich der Monsun an diesem Tag kein Helfer sein wollte, konnten wir nicht gemeinsam auf dem Hof nähen. Also verbrachten wir den gesamten Morgen auf dem Schulgang zwischen Stoffresten und einer Horde Mädchen, die voller Eifer nach den schönsten Stoffen wühlten. Mal musste hier geschnitten, dort der Faden neu eingefädelt oder wo anders ein Mädchen vertröstet werden, weil sie ihre Nadel verloren hatte. Aber wir müssen sagen: alles klappte wie am Schnürchen und wir hatten alle riesigen Spaß.
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| Unsere Jungs! |
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| Thavachandrun versteckt im Stoff |
Im Rahmen unseres Englischunterrichtes sollten unsere Schüler/innen in Pavitram einen kleinen persönlichen Steckbrief verfassen. Dabei wurde wieder deutlich, welch scheinbar einfachen Dinge unseren Kids Probleme bereiten können. Selbst vorgeschriebene Sätze zu wiederholen oder abzuschreiben erwies sich für manche schwerer als erwartet. Zum Abschluss wurden die Steckbriefe mit gemalten Lotusblüten, Bananenstauden oder anderen Kunstwerken verziert.
Gemeinsam mit den Püppchen wurden die Briefchen in kleine Säckchen gepackt. Jetzt kann gewichtelt werden! Die Handpuppen der Rimbacher Schüler sind alle unversehrt in Pavitram angekommen. Morgen schicken wir unsere indischen Prachtexemplare nach Rimbach in der Hoffnung, dass auch wirklich alle ankommen.
Vielen Dank nochmal an alle Fünftklässler und deren Klassenlehrer, ohne die das Projekt nicht hätte stattfinden können!
Hanna und Theresa
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