Nachdem wir in Gokarna ein kleines Paradies entdeckt hatten, waren wir gespannt, was Goa zu bieten hat. Zu dritt fuhren wir in den Norden Goas nach Arambol Beach. Es war zwar viel touristischer als Gokarna, trotzdem herrschte dort aber eine ganz besondere Athmosphere. Wir wohnten sieben Tage lang in einer wunderschoenen Strandhuette direkt am Meer. Da im Moment ueberall Nebensaison herrscht, konnten wir sie fuer 300 RS (5 Euro) pro Nacht ergattern. Jeden Morgen vom Meeresrauschen geweckt zu werden oder den Fischern beim Sortieren des Fangs zuzuschauen, das hat was! Wir erkundeten Goa mit dem Roller, entspannten uns bei einer Ayurveda Ganzkoerpermassage, gingen mit den Einheimischen fischen und assen den gefangenen Fisch danach am Lagerfeuer. Kurz um: wir liessen so richtig die Seele baumeln!
Der Tag der Abreise kam dann auch schneller als gedacht. Ein wenig wehmuetig fuhren wir mit gepacktem Rucksack an den Bahnhof. Ein letztes Mal genossen wir noch die wunderschoene Landschaft in Goa, bevor wir den Nachtzug in die Megametropole Mumbai nehmen wuerden. Auf unseren Plaetzen sassen jedoch schon drei Russen, die sich nicht ueberzeugen liessen, dass dies eigentlich unsere Plaetze waren. Nach einem kritischen Blick vom Inder auf unser Ticket war der Fehler erkannt: 'Your ticket is for tomorrow.'
Tja, bei so einem lockeren Leben kann man Zeit und Datum schnell vergessen.
Also sprangen wir so schnell wie moeglich aus dem schon angefahrenen Zug und genossen erneut die wunderschoene Landschaft in Goa. =)
Am naechsten Tag ging es dann wirklich weiter nach MUMBAI.
Mumbai ist eine Stadt voller Gegensaetze, die uns schlichtweg fasziniert hat. Auf der einen Seite steht hier das groesste Einfamilienhaus der Welt. Es ist ein Hochhaus im Wert von 700 Mio Euro. Auf der anderen Seite findet man ein paar Strassen weiter eines der groessten Slums Asiens.
Trotzdem ist der Sueden der Stadt wunderschoen. Naja aber auch in Mumbai hatten wir Freunde, die uns in ihrem Auto rumkutschiert haben und mit in die 'angesagten' Clubs genommen haben. So sind wir im 'Blue Frog' gelandet, einer Fancy edel Disco. Als wir dort waren hat ein Schweizer DJ elektro Trance aufgelegt. Wir waren sehr skeptisch, aber es war wirklich gut! Das Highlight jedoch kam eigentlich nach dem Club, als wir in einen indischen 'Drive-Inn' gefahren sind! Der 'Drive-Inn' heisst 'Bade Miyas' und ist der einzige Strassenstand in ganz Mumbai, der nach 1 Uhr noch geoeffnet hat (ist naemlich eigentlich gesetzlich verboten). Zum Glueck kann man in Indien Gesetze leicht umgehen, indem man die hungrigen Polizisten ebenfalls mit Essen versorgt. ;-)
Man bekommt das Essen direkt auf der Motorhaube serviert - einfach cool!
Achso, wir haetten ausserdem fast in einem Bollywood Movie mitgespielt und fuer Sharuk Khan im Backround getanzt. Dummerweise mussten wir weiterziehen unser Ticket in den Norden war ja schon gebucht..
Mittlerweile sind wir im maerchenhaften Udaipur in Rajasthan angekommen . Die 17 Stunden Zugfahren dorthin vergingen wie im Flug. Besonders, wenn man mit einer indischen Familie das Abteil teilt: Sie haben uns mit Essen versorgt, die Oma erzaehlte uns auf Hindi Geschichten, die Kinder belagerten uns wie immer und die Jainistische Mutter wollte uns zu strengen Vegetarien machen. (Noch nicht mal Ei darf man da essen!!) Es war der Knaller!
Udaipur selbst ist eine echt schoene Stadt aus 1001 Nacht. Abends warten wir immer auf der Dachterasse, dass Aladdin und Jasmin auf ihrem Wunderteppich vorbeifliegen! Es ist so schoen hier, denn die Stadt strotzt nus so von Palaesten und Tempeln.
Jetzt gehen wir gleich zum indischen Kochkurs, wir werden 4-5 Stunden gemeinsam mit einer indischen Mama kochen. Wir haben extra den ganzen Tag nichts gegessen damit wir auch ALLES essen koennen. wir sind gespannt... =)