8 Monate Indien - Ein Zeit voller Abenteuer und neuer Erfahrungen, die wir in diesem Blog gerne mit euch teilen möchten...
Donnerstag, 27. Januar 2011
Mittwoch, 26. Januar 2011
Ein Tag der Extraklasse!
Am 24. Januar war Hannas 20. Geburtstag. Aber wie feiert man eigentlich Geburtstag in Indien? Gibt es spezielle Bräuche? Muss man irgendetwas beachten? Da kamen schon ein paar Tage vorher so einige Fragen auf. Nach einem kleinen ‚Briefing‘ von Fr. Bosco, machten wir uns erst mal auf den Weg und bestellten 30 Kilo Hähnchenfleisch und 400 Bananen. Damit wollten wir unseren Hostelboys am besagten Abend ein Festmahl aus Hähnchenbiryani und Bananen (Früchte bekommen sie nämlich nie) bescheren. Das ist eines der wichtigsten Dinge, die man an Geburtstagen beachten sollte: Teile deine Freude mit allen anderen, indem du ihnen Essen gibst. =)
Aber die 30 Kilo Hähnchen und 400 Bananen waren da noch lange nicht genug. Deshalb bestellte Fr. Bosco in unserem Namen 80 Stücke Kuchen zu einem Wucherpreis von 600RS /10€. (ist doch echt verrückt oder?) Die Kuchen waren für unsere Lehrerkollegen aus allen Schulen des Dorfes. Bei einem ‚Food-Shoppingtrip‘ in Tiruvannamalai besorgten wir leckeren Schoko-Bananenkuchen in der ‚German-Bakery‘ und diverse Snacks für unsere ‚CCC‘ – Crazy Cool Community bestehend aus Fr.Bosco, Br. Anand, Hanna und Theresa. =D
Das war der Startschuss für den ‚GEBURTSTAGSKUCHEN & BIRTHDAY-SONG MARATHON‘!
Als erstes gingen wir in die Girlsschool, um dort die Lehrerinnen nach dem ‚Morning-Prayer‘ mit Kuchen zu versorgen. Vorerst bekamen wir jedoch noch ein einmaliges Geburtstagsständchen: „Happy Birthday, schalalalala. Happy Birthday schaaaaalalalalal. May god bless you, schalalalala. May god bless you, schaaaalalalalala. Happy long life for you, schalalalala. Happy long life for you, schaaaalalalalala,…”, dröhnte uns von einem Mädchenchor von 1400 Stimmen entgegen (zur Melodie von ‚so sehen Sieger aus‘ =)).
Aber die 30 Kilo Hähnchen und 400 Bananen waren da noch lange nicht genug. Deshalb bestellte Fr. Bosco in unserem Namen 80 Stücke Kuchen zu einem Wucherpreis von 600RS /10€. (ist doch echt verrückt oder?) Die Kuchen waren für unsere Lehrerkollegen aus allen Schulen des Dorfes. Bei einem ‚Food-Shoppingtrip‘ in Tiruvannamalai besorgten wir leckeren Schoko-Bananenkuchen in der ‚German-Bakery‘ und diverse Snacks für unsere ‚CCC‘ – Crazy Cool Community bestehend aus Fr.Bosco, Br. Anand, Hanna und Theresa. =D
Damit waren nun alle Vorbereitrungen beendet und der Geburtstag konnte kommen.
Und dann war es soweit 00:00 Uhr, der Moment war gekommen! Hanna war 20 und wir konnten endlich die aus der Heimat importierte und gut gekühlte PRIMASECCO-Flasche öffnen. Auf einer Glückswolke schwebend ließen wir zwei es im Pfarrhaus krachen. Um 3 Uhr sind wir dann ins Bett getanzt, denn am nächsten Morgen sollte es ja schon um 8 Uhr weitergehen.
Im perfekt gewickelten Geburtstagssari, mit Bangels am Arm, Blumen im Haar – ganz wie der Inder mag – und etwas kleinen Augen, starteten wir in den Tag. Kaum waren wir aus der Tür, wurde Hanna sofort mit ‚Oh our Birthday-Baby‘ und ‚Happy Birthday New Born Baby‘ von Fr.Bosco und Br.Anand empfangen. Obendrein gab es einen kleinen Kuchen und ein Privatkonzert beim Frühstück. Indischer Geburtstagsbrauch Nummer zwei: Das ‚Birthday-Baby‘ wird als erstes mit Kuchen gefüttert!
Das war der Startschuss für den ‚GEBURTSTAGSKUCHEN & BIRTHDAY-SONG MARATHON‘!
Als erstes gingen wir in die Girlsschool, um dort die Lehrerinnen nach dem ‚Morning-Prayer‘ mit Kuchen zu versorgen. Vorerst bekamen wir jedoch noch ein einmaliges Geburtstagsständchen: „Happy Birthday, schalalalala. Happy Birthday schaaaaalalalalal. May god bless you, schalalalala. May god bless you, schaaaalalalalala. Happy long life for you, schalalalala. Happy long life for you, schaaaalalalalala,…”, dröhnte uns von einem Mädchenchor von 1400 Stimmen entgegen (zur Melodie von ‚so sehen Sieger aus‘ =)).
Dann hieß es aber ran an den Kuchen, nachdem sich auch die Lehrerinnen nicht lumpen ließen und ebenfalls das nun schon 3. Ständchen vom Besten gaben. Gemäß nach Brauch Nummer 2 wurde auch hier das ‚Birthday Baby‘ erst mal mit Kuchen gefüttert. Man sollte dabei beachten, dass der indische Kuchen ganz und gar nicht zu vergleichen ist mit den deutschen Backwahren. Daher stellte sich Brauch Nummer 2 als eine kleine Tortur da. =) Aber dafür gab es die beste Freundin des ‚Birthday Babys‘, die den Kuchen, zur Freude der Inder, fast willenlos in sich hinein geschaufelt hat. Denn das war Theresas Beitrag dazu, dass auch sie den ganzen Tag wie ein ‚New Born Baby‘ gefeiert wurde. Selbst beim Geschenk von Fr.Bosco wurde Theresa nicht ausgelassen und somit sind wir beide um einen neuen wunderschönen Sari reicher.
Birthday-Song Nummer 4 und 5 folgte in unseren beiden Mädchenklassen und Nummer 6 und 7 folgte in den beiden 7. Klassen in der Boysschool. Doch auch unsere Kids gingen nicht leer aus und gemäß Regel Nummer 1 teilten wir unsere Freude, indem wir ihnen Süßigkeiten schenkten.
Nachdem wir die restlichen Kuchenstücke an die Lehrer der Boysschool, der staatlichen Grundschule, an einige Dorfbewohner, Kinder und an die Sisters des Konvents verteilt hatten, kamen wir auf eine Bilanz von: 80 verteilten Kuchenstücken, eine aufgebrauchte riesen Packung Milka, 30 Kilo Hähnchen, 400 Bananen und 200 Bonbons. Wie man sieht, war unsere Freude, gemäß Brauch Nummer 1, an diesem Tag riesig!! =)
Auch die Inder teilten Ihre Freunde mit uns und so zählten wir am Abend 13 Mal den ‚Birthday-Song‘! Was ein Tag…..
…. Der aber noch lange nicht zu Ende war! Denn unsere 400 Hostelboys stellten ein Geburtstags-Function für Hanna zusammen aus Tanz, Gesang und unglaublich süßen und einzigartigen Geschenken. Ach Jungs, wir lieben euch alle wirklich! <3
Als großes Finale dieses einzigartigen Tages, gab unsere Köchin Wimala noch mal alles. Es war ein Festmahl der Extraklasse und am Ende waren alle 4 Mitbewohner der ‚CCC‘- Crazy Cool Community kugelrund. Wir waren alle so müde und erschöpft, dass selbst die geplante ‚Party‘ am Abend verschoben wurde… =D
Jetzt lässt es sich nur noch eines sagen: WHAT A DAY – besser hätte er nicht sein können! Wir freuen uns jetzt schon auf den 22.März. Da darf nämlich Theresa das ‚Birthday-Baby‘ spielen, aber auch Hanna wird wieder in die Rolle eines ‚New Born Baby’s ‘ schlüpfen. =D
Nanri - Thank You - Danke...
…und das gleich 400mal! Denn die Jungen des ‚Punitha Sagaya Annai Boys Home‘ in Pavitram/Indien erlebten in diesem Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsfest. Dank Ihrer großzügigen Spenden für die Aktion ‚T-Shirts für Pavitram‘ bekam zum ersten Mal in der Geschichte des Hostels jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk. Die Freude und Dankbarkeit der Jungen ist enorm und überwältigend. Es ist beeindruckend, wie ein einzelnes Kleidungsstück, wie dieses neue Polo-Shirt, aus unseren ‚Rabauken‘ kleine und große feine Herren zaubern kann.
“Wir sind sehr glücklich, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, jedem einzelnen Jungen der in diesem Hostel lebt, ein neues T-Shirt schenken zu können. Dafür danken wir Ihnen allen sehr!“, sagte Father Bosco, der ansässige Priester und Hostelleiter in seiner Dankesrede.
In diesem Sinne möchten auch wir uns ganz herzlich für Ihre unglaubliche Unterstützung bedanken, die es uns ermöglichte, nicht nur den 400 Kindern im Hostel, sondern zusätzlich auch den 230 Grundschülern des Dorfes Pavitram, eine komplette Kleidungsgarnitur zu schenken.
Vielen Dank!
Montag, 10. Januar 2011
Hampi - Tempel - Sonnenbrand
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Am 26.12.2010 brachen wir mit dem Nighttrain in Richting Hampi/Hospet auf. Das kleine Dorf Hampi liegt inmitten einer atemberaubenden Felslandschaft mit riesigen Gesteinsbrocken, kleinen Flusstälern und Bananenplantagen. Über das gesamte Gelände erstrecken sich zahlreiche Überreste alter Tempelanlagen und Paläste aus dem 15. Jahrhundert, welche seit den 80er Jahren zum ‚Unesco Weltkulturerbe‘ gehören.
Hampi selbst ist mittlerweile ein kleines ‚Hippieparadies‘ für Traveller geworden, in das wir für drei Tage eingetaucht sind. Aryuvedische Heilmassagen, alternativer Schnickschnack und Unmengen von Kleidergeschäften für Alibaba-Pants & Co. zieren die kleinen Gässchen von Hampi Bazaar. Da liegt es nicht weit, dass nach einem ausgiebigen Kulturprogramm eine Shoppingtour nicht fehlen durfte. Noch nicht einmal zwei Tage waren wir unterwegs, da war unser Rucksack auch schon wieder prall gefüllt! =)
Doch auch kulinarisch hatte Hampi viel zu bieten: in der ‘German Bakery‘ , einem Ort, an dem man westliche Köstlichkeiten in einem spirituellen Flair genießen konnte, begannen wir unsere Tage mit selbstgemachtem Müsli, Brot, Rührei und Cappocino – ein purer Genuss. Die erlebnisreichen Tage ließen wir am Abend in den schönen ‚Rooftop-Restaurants‘ gemütlich ausklingen. Nach diesen drei wunderschönen Tagen ging unsere Reise weiter gen Strand.In Mamallapuram ließen wir uns im ‚Blue Bay Beach Resort – The Party Place‘ (letzteres sollten wir an Silvester kennenlernen) nieder. Uns erwartete ein Zimmer mit Blick auf den Pool (!!!) inklusive Frühstücksbüffet (!!!) und hundert Meter vom wunderschönen Sandstrand (!!!) entfernt. Wenn das mal nicht Urlaub ist! =) Nach anfänglichem Unbehagen (wir sind schließlich in Indien) tauschten wir unsere Saris gegen den Bikini aus und genossen das Meer.
Nach zwei Stunden Sonnenschein
Sollten wir uns nicht mehr freu’n,
Groß war das Geschrei, groß war der Kummer,
Wir vier waren plötzlich rote Hummer! =D =D =D
Doch dies‘ konnte unsere gute Stimmung nicht trüben, denn immerhin stand Silvester vor der Tür. Da stellte sich nur noch eine Frage: Woher bekommen wir Sekt zum Anstoßen? Auch der indische ‚Liquor Shop‘ konnte uns da nicht weiterhelfen, deshalb tranken wir mit dem guten alten ‚Kingfisher‘ auf das neue Jahr. Dazu gab es ein sagenhaftes Feuerwerk am Strand, das so riesig und weiträumig war, dass uns quasi die Raketen um die Ohren flogen. Und so standen am Schuss von ca. 30 Leuten nur noch vier – wir – am Strand und trotzten das Bombardement. In Pondicherry ließen wir die Seele baumeln und genossen das Flair der einstigen französischen Kolonialstadt. Zufälligerweise führte uns unser Spaziergang an einem westlichen ‚Liquor Shop‘, einem ‚Pizza Hut‘ und einer Cocktail-Bar vorbei und komischerweise fühlten wir uns dadurch gezwungen, drei Zwischenstopps einzulegen. Das Resultat: Coconut Rum für Hannas Geburtstag, zwei DoubleCheese Pizzas mit Massala Lemonade und ein Sex on the Beach auf der Dachterasse! HALLELUJA! :D
Die drei restlichen Tage fuhren wir in Richtung Trichy und legten diverse Stopps an verschiedenen Tempelanlagen und Heiligtümern ein. Jetzt hatten wir wirklich genug Tempel gesehen.Und so verabschiedeten wir uns am Mittwochabend nach 10 wunderbaren Tagen und einem super leckeren Abendessen von Maritta und Reiner, um mit dem Nightbus nach Pavitram zurück zu fahren.
Pavitram hat uns also wieder und wir unseren Father, die Kids & Co. Nun freuen wir uns auf die nächsten drei Monate.
Sonntag, 9. Januar 2011
Weihnachten - eine Function jagt die andere
Obwohl es jetzt doch schon eine Weile her ist, möchten wir von unseren indischen Weihnachtstagen berichten:
Die ganze Woche vor Weihnachten war voller ‚Supposed Christmas-Functions‘. Am Dienstag startete der Weihnachtsmarathon in der staatlichen Grundschule. 230 Kinder warteten gespannt auf ihre Bescherung, die in diesem Jahr, dank der großen Unterstützung der Spendenaktion ‘T-Shirts für Pavitram‘, besonders groß ausfallen sollte.
Das Programm war bestückt mit diversen indischen Tänzen, Liedern, einer Aufführung des Krippenspiels und einer gesanglichen Darbietung von den ‚four German Chief Guests‘. Mit ‚Fröhliche Weihnacht‘ und dem ‚Lied vom Harung und der Flunder‘ („ssssst-data tirallalla“ =) ) sangen wir uns in die Herzen der Kinder und Eltern. Dann war der große Moment gekommen!
Und dann war es soweit: mit seinen Helfern und Engelchen im Schlepptau kam er auf die Bühne getanzt. Er hatte gleich mehrere Säcke dabei, denn irgendwo mussten ja die 230 neuen Outfits für die Grundschüler ihren Platz finden. Es war das erste Mal, dass wirklich jedes Kind ein Weihnachtgeschenk bekommen hatte. Von der Dankbarkeit und Freude der Kinder und Eltern waren wir förmlich überwältigt. Wir wurden gesegnet und geküsst – man konnte ihnen ihre Gefühle in den Augen ablesen. Diese Emotionen schwappten auch auf uns über, besonders als am nächsten Tag alle Grundschüler statt der gewohnten Uniform ihre neuen Kleider tragen durften. Wir blickten in 230 stolze Kindergesichter.
Doch die nächste Function ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal gaben unsere 400 Hostelboys ihre Darbietungen zum besten und auch wir waren wieder mit ‚Fröhliche Weihnacht‘ und dem ‚Harung und der Flunder‘ am Start. Aber das sollte noch nicht alles sein, denn diesmal tanzten wir uns in die Herzen der Kinder mit einem klassischen indischen Tanz. „Veeeery suppa, Miss! Veeeery nice dancing!“ „Thank you, boys!“ =) Wir waren zufrieden.
Und schon stand Heilig Abend vor der Tür. Bei indischem Tee und deutschen Plätzchen fand unsere Bescherung mit Father Bosco und Brother Anand statt. Während unsere Männer ein neues Hemd und jeweils etwas Persönliches bekamen, wurden wir mit neuen Saris beschenkt, die noch am selben Abend in der Weihnachtsmesse zur Schau getragen wurden. Unser Bosco hat echt Geschmack und so wurden wir mit Komplimenten überhäuft. =) Nebenbei bemerkt hat die Messe um 23h45 begonnen und endete gegen 1h30 – Frohe Weihnachten! =D
Der krönende Abschluss unserer Weihnachtsfeiertage war die Einladung zu Boscos alljährlichem großen Familienessen am zweiten Weihnachtsfeiertag. Da auch wir mittlerweile zur Familie gehören, saßen alle zusammen auf dem Boden uns aßen leckeres ‚Biryani‘, ‚Fried Fish‘, ‚Chicken 65‘ und andere Köstlichkeiten vom Bananenblatt. Bei Mama Bosco schmeckte es wie immer göttlich!
Unsere ersten Weihnachtsgeschenke durften wir schon fünf Tage vor Weihnachten auspacken, als Hannas Eltern mit Taschen voller deutscher Leckereien nach Pavitram kamen. Man kann gar nicht glauben, wie sehr wir uns über Dosenwurst, Käse, SCHOKOLADE, Plätzchen à la Mama und eine Flasche ‚Primasecco rosé‘ gefreut haben! Unsere nächsten drei Monate sind also gerettet!! :D Doch nicht nur wir freuten uns über den fernen Besuch, sondern auch unsere Hostelboys empfingen Reiner und Maritta voller Enthusiasmus mit einem ‚Pepsi Clap‘! Die beiden kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das energische Zischen und Klatschen des ‚Pepsi Claps‘ haute sie förmlich um. Auch wir hatten mit einer solchen Begrüßung nicht gerechnet und waren wieder mal mächtig stolz auf unsere Jungs. Zur Belohnung gab es drei Lederfußbälle, die neben der Dosenwurst und Schokolade auch noch ins Gepäck gepasst hatten. Somit waren die Weihnachtstage eingeläutet.
Die ganze Woche vor Weihnachten war voller ‚Supposed Christmas-Functions‘. Am Dienstag startete der Weihnachtsmarathon in der staatlichen Grundschule. 230 Kinder warteten gespannt auf ihre Bescherung, die in diesem Jahr, dank der großen Unterstützung der Spendenaktion ‘T-Shirts für Pavitram‘, besonders groß ausfallen sollte.
Das Programm war bestückt mit diversen indischen Tänzen, Liedern, einer Aufführung des Krippenspiels und einer gesanglichen Darbietung von den ‚four German Chief Guests‘. Mit ‚Fröhliche Weihnacht‘ und dem ‚Lied vom Harung und der Flunder‘ („ssssst-data tirallalla“ =) ) sangen wir uns in die Herzen der Kinder und Eltern. Dann war der große Moment gekommen! Ein Raunen ging durch die Menge. Hatte man doch wirklich die Glöckchen des Weihnachtsmannes gehört?
Und dann war es soweit: mit seinen Helfern und Engelchen im Schlepptau kam er auf die Bühne getanzt. Er hatte gleich mehrere Säcke dabei, denn irgendwo mussten ja die 230 neuen Outfits für die Grundschüler ihren Platz finden. Es war das erste Mal, dass wirklich jedes Kind ein Weihnachtgeschenk bekommen hatte. Von der Dankbarkeit und Freude der Kinder und Eltern waren wir förmlich überwältigt. Wir wurden gesegnet und geküsst – man konnte ihnen ihre Gefühle in den Augen ablesen. Diese Emotionen schwappten auch auf uns über, besonders als am nächsten Tag alle Grundschüler statt der gewohnten Uniform ihre neuen Kleider tragen durften. Wir blickten in 230 stolze Kindergesichter.
Doch die nächste Function ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal gaben unsere 400 Hostelboys ihre Darbietungen zum besten und auch wir waren wieder mit ‚Fröhliche Weihnacht‘ und dem ‚Harung und der Flunder‘ am Start. Aber das sollte noch nicht alles sein, denn diesmal tanzten wir uns in die Herzen der Kinder mit einem klassischen indischen Tanz. „Veeeery suppa, Miss! Veeeery nice dancing!“ „Thank you, boys!“ =) Wir waren zufrieden.Da auch unsere Hostelboys brave Kinder waren, stand einer großen Bescherung nichts mehr im Wege. Und so fanden die 400 pinken (!!!) T-Shirts, die der Weihnachtsmann mitgebracht hatte, alle einen neuen Besitzer! Der Anblick, der sich uns am nächsten Morgen bot, lässt sich wirklich nur schwer in Worte fassen…:D
Und schon stand Heilig Abend vor der Tür. Bei indischem Tee und deutschen Plätzchen fand unsere Bescherung mit Father Bosco und Brother Anand statt. Während unsere Männer ein neues Hemd und jeweils etwas Persönliches bekamen, wurden wir mit neuen Saris beschenkt, die noch am selben Abend in der Weihnachtsmesse zur Schau getragen wurden. Unser Bosco hat echt Geschmack und so wurden wir mit Komplimenten überhäuft. =) Nebenbei bemerkt hat die Messe um 23h45 begonnen und endete gegen 1h30 – Frohe Weihnachten! =D
Der krönende Abschluss unserer Weihnachtsfeiertage war die Einladung zu Boscos alljährlichem großen Familienessen am zweiten Weihnachtsfeiertag. Da auch wir mittlerweile zur Familie gehören, saßen alle zusammen auf dem Boden uns aßen leckeres ‚Biryani‘, ‚Fried Fish‘, ‚Chicken 65‘ und andere Köstlichkeiten vom Bananenblatt. Bei Mama Bosco schmeckte es wie immer göttlich!Frisch gestärkt konnten wir nun aufbrechen zu unseren 10 Tagen Urlaub mit Maritta und Reiner…
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